Markus Binner arbeitet in den Forschungsfenlder Kunst und Essen, Gesprächssituationen, Sprache als Material und deren Repräsentation. Schleimig oder slijmerig, eklig oder viez sind die am häufigsten genannten Attribute in Das mag ich nicht - Dat lust ik niet seiner Arbeit von 2012/13 die sich mit Essen, das abgelehnt wird beschäftigt. Fremdspeisen, Oberösterreich kocht war der Titel der zweier partizipativer Projekte. Zu den beiden kulinarischen Festen im August 2012 kamen hunderte Gäste auf den hölzernen Tanzboden am Linzer OK Platz. Singend vorgetragener Kochunterricht im 19. Jahrhundert, Sonnenherde, Hip-Hop und Cognac, Samuraisuppen, 46.000 verhungernde afrikanische Kinder täglich, Saatgut, Fortschritt, Revolution, Scheingerichte sind nur einige der „Themen“ um die es in den Speisekarten von Markus Binner geht. Mit Sprache als Material arbeitet Markus Binner in verschiedenen Medien seit den 80er Jahren. Seine praktischen Untersuchungen zur Autorschaft verwenden meist kurze Textstellen. Die den Fragen nachgehen, wer spricht, darf sprechen, von wo aus, mit welchem Interesse, dabei sich und Wirklichkeit produzierend. Nach dem Studium, Mitte der neunziger Jahre, entwickelte er gemeinschaftlich, in verschiedenen Kooperationen, Ausstellungs- und Zeigeformen, die Betrachterinnen und Rezeptionssituationen mit in die Herstellung von Arbeiten einbezog. Nach Ausstellungen mit Barbetrieb lud er - immer in Kooperationen - zum Essen in Ausstellungen. Dies auch um die Gesprächssituation – die soziale Situation mit zu bearbeiten. Heute verwendet er die Situation am Esstisch, aber auch viele Themenfelder rund ums Essen mit als Material. Markus
Binner 1966 in Nürnberg geboren markusbinner(at)markusbinner.de |